Eltern, lest mehr Märchen!

Das moderne Kind wächst immer weniger mit Märchen auf, sondern häufiger mit TV und PC. Leider ist es tatsächlich so, dass immer weniger Eltern ihrem Nachwuchs etwas vorlesen. Kampagnen wie die, die durch die Stiftung Lesen ins Leben gerufen wurde und bei der Eltern im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung kostenlose Bücher zur Verfügung gestellt bekommen, sind nicht umsonst entstanden. 

 

Wozu sind Märchenerzählungen gut?

Märchen fördern die Fantasie der Kleinen und sorgen dafür, dass sich der Wortschatz erweitert. Genau genommen ist das bei allen Geschichten, die dem Kind vorgelesen werden, ein positiver Effekt. Das Kind erhält praktisch nebenbei eine Förderung, die ihm tatsächlich gut tut und die ihm für sein ganzes weiteres Leben etwas bringt. Die Befürchtung, dass Märchen zu brutal sind, ist unbegründet. Sicherlich sind manche Inhalte ein wenig blutrünstig, doch die meisten Kinder lieben das klitzekleine Kribbeln im Bauch, wenn sie eng angekuschelt an Mama oder Papa der Geschichte lauschen. Durch solche Kuschelstunden bekommt das Vorlesen einen positiven Touch, der zeitlebens nicht vergessen wird. Für die Psyche des Kindes ist das unverzichtbar, Balsam für die Kinderseele. 

 

Verschiedene Lesestufen

Um den Wortschatz einer angemessenen Förderung unterziehen zu können, braucht es die passende Literatur. Schon wenigen Monaten alten Babys kann vorgelesen werden oder die Eltern denken sich kleine Geschichten zu Bildern in den Büchern aus. Ab einem Alter von eineinhalb bis zwei Jahren sind die Kleinen schon sehr gute Zuhörer. Wichtig: Sie sollten das Vorlesen unterbrechen und Fragen stellen dürfen, auch eigene Erzählungen zu den Bildern sind erlaubt bzw. sogar erwünscht. Eltern sollten sich dem Tempo der Kleinen anpassen, auch wenn das bedeutet, dass die eine oder andere Geschichte nicht zu Ende gelesen wird. 

Wenn der Nachwuchs in die Schule geht, so ist das Selbstlesen angesagt. Dennoch tut es auch der Psyche der Kinder gut, wenn ihnen immer noch vorgelesen wird und sie nicht zwingend „die Großen“ sein müssen.

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