Wie erziehe ich meine Kinder richtig?

 

Heutzutage kann niemand seine Kinder richtig erziehen – es wird immer jemanden geben, der neue Ratschläge erteilt, etwas anders (natürlich besser!) machen würde oder der findet, dass die Erziehung im Einzelfall zu lasch ist. Nicht zuletzt sind es die Eltern selbst, die sich einen dauernden Druck machen und ihre Erziehungsmethoden stets hinterfragen. Das erzeugt am Ende nur Stress – und bringt kein Kind wirklich weiter.

 

Die Erziehungsfrage

Zum einen beginnt der Leistungsdruck heute schon im Kindergarten. Viele Eltern haben schon ein schlechtes Gewissen, weil sie ihr Kind nicht von montags bis freitags in verschiedene Förderkurse, Trainingsangebote und zu Arbeitsgemeinschaften schicken. Am Wochenende folgen dann natürlich die obligatorischen Besuche bei den Großeltern inklusive der Vorstellung, was das Kind denn schon alles kann – Freizeit? Fehlanzeige! Viele Probleme treten aber gerade durch diesen Freizeitstress erst auf. Der Nachwuchs ist völlig überreizt, überlastet und steht „unter Strom“. Das Maß an Langeweile, das nötig ist, um kreative Spielideen zu entwickeln und diese auch umsetzen zu können, fehlt in der modernen Gesellschaft schon längst. Viele Eltern wollen ihren Kleinen nur das Beste bieten und ihnen alle Möglichkeiten offenhalten, vergessen dabei aber, dass diese noch viele Jahre Zeit haben, die Welt mit all ihren Angeboten zu entdecken.
Auf der anderen Seite wird Eltern von anderen Eltern, Erziehern oder auch Lehrern gesagt, was normal sei und was nicht. Wer „normal“ definiert und vor allem, wodurch es sich definiert, wird allerdings nicht hinterfragt. Sehr aktive Kinder werden mit dem Verdacht auf AD(H)S zum Psychologen geschickt, es wird ständig gefordert, dass sich die Kleinen anpassen. Wer aus dem Einheitsbrei herausfällt, hat verloren – und die Eltern gleich mit. Scheinbar sind diese ja nicht in der Lage, ihr Kind so zu erziehen, dass es sich anpassen kann und mit der Masse mitläuft. Nein-Sager und ein Kind, das alles hinterfragt? Bitte nicht, zumindest nicht in dem Maße, dass es für Erzieher und Lehrer zur Belastung werden könnte. Natürlich dürfen an dieser Stelle Pädagogen bzw. deren Einstellung nicht verallgemeinert werden, aber angesichts der Bildungssituation sind viele von ihnen überfordert und wünschen sich von den Eltern, dass die Kleinen möglichst „einfach zu handhaben“ sind und die Unterordnung nicht in Frage stellen.


Medien, Freunde und Erziehungswege

die meisten Eltern haben ein Idealbild von ihrem Kind und wie es sich in die Gesellschaft einfügen sollte. Schon im Kindergarten wird auf die Wahl der Freunde geachtet und nicht wenige Eltern versuchen, die Auswahl zu beeinflussen oder regeln gar, mit wem das Kind spielen darf und mit wem nicht. Lässt ein Kind sich das nicht mehr vorschreiben, ist die Erziehung nicht mehr einfach – es sei denn, es gibt eine gute Basis. Diese heißt Vertrauen, nicht Kontrolle! Nur ein Kind, das Vertrauen zu seinen Eltern hat, kommt mit Problemen und Fragen zu ihnen. Fremden und schlechten Einflüssen gelingt es schwerer, solche Kinder auf ihre Seite zu ziehen. In dem Zusammenhang sei auf den Einfluss der Medien und der sozialen Netzwerke hingewiesen, der keinesfalls vernachlässigt werden darf. Teilweise nehmen Kriminelle Kontakt zu den Jugendlichen auf, dieser Kontakt wird dann im realen Leben ausgebaut. Auch hier hilft es nicht, eine immer stärkere Kontrolle auszuüben, das Kind muss Vertrauen zu den Eltern haben und diese über die Aktivitäten im Internet informieren. Es gehört zu einer guten Erziehung dazu, den Umgang mit den Neuen Medien zu erklären und auf die Gefahren hinzuweisen. Nicht zu dezent, aber auch nicht vorschreibend.

Wichtig ist zudem, dass sich die Kleinen an gewisse Regeln halten müssen. Es muss keine Flut von Regeln geben, nur einige wenige, die das Zusammenleben erleichtern. Und ab und zu müssen Handlungen auch Konsequenzen haben, die aber immer mit der „Straftat“ in Zusammenhang stehen müssen. Aus der Luft gegriffene Bestrafungen versteht kein Kind und ein Jugendlicher wird sich darüber noch eher hinwegsetzen und wird sie kaum akzeptieren. Wichtig ist, keine Unterordnung zu verlangen: Jeder ist gleichberechtigt, auch wenn manche Entscheidungen von den Eltern getroffen werden müssen. manche. Entscheidungen von den Eltern getroffen werden müssen.

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